Die spannende Welt der Luft- und Raumfahrttechnik

Spätestens mit der Fernseh- und Kinofilmreihe über das Raumschiff Enterprise und alle anderen Raumschiffe der frühen Science Fiction Geschichte war das Interesse an der Raumfahrt bei vielen Menschen geweckt. Gibt es noch anderes Leben, als das auf der Erde? Und wenn ja, wie sieht das aus? Sind da vielleicht andere Lebewesen auf sehr weit entfernten Planeten, die womöglich noch weiter entwickelt sind, als die Menschen, die ja durchaus Beachtliches geleistet haben, denkt man an die Anfänge im Neandertal und die vor allem im letzten Jahrhundert geleisteten technischen Fortschritte zurück. Badeten die Menschen der Frühzeit nur, um sich zu waschen, entdeckten schon die alten Römer den entspannenden Effekt des Wassers. Bis heute wurde die Technik allein rund um das Thema Baden hoch entwickelt: Whirlpools, die allerlei Funktionen aufweisen und aus besonders isolierenden und stabilen Materialien hergestellt werden, stehen in vielen Haushalten. Die Materialien, die verbaut werden, stammen nicht selten aus den Labors der Raumfahrttechnik, sind hochentwickelt und haben sich bei Flügen ins All schon bewährt.

Das Leben in der Luft und im All

Astronauten müssen für ihre Reisen ins All gut ausgerüstet sein. Sie können nicht in normaler Alltagskleidung die Raumfähre verlassen, um zum Beispiel an Raumstationen zu arbeiten – sie würden erfrieren und ersticken, weil die Atmosphäre kein geeigneter Lebensraum für den Menschen ist. Ein Problem ist schon das Schlafen in der Schwerelosigkeit, die sich nicht überwinden lässt. Also lassen sich die Astronauten mit Bändern an ihre Betten binden. In Zusammenarbeit mit Herstellern für Betten und Wasserbetten werden aber heute spezielle Betten konstruiert, in denen das Schlafen trotz der widrigen Situationen möglich und deutlich komfortabler ist, als noch zu Zeiten der ersten Mondlandung. Unausgeschlafen kann niemand den Anstrengungen und Anforderungen an seinem Arbeitsplatz in der Raumfähre nachkommen und gerecht werden. Daher wird einiges an Forschungsarbeit auch in das Befinden der Astronauten unterwegs gesteckt.

Auch das Essen und die natürliche Verdauung stellen im All Probleme dar. Die Vorratshaltung ist aus Platzgründen begrenzt – Replikatoren für Essen gibt es aber nur in den Filmen über Enterprise-Chef James Tiberius Kirk und Mr. Spock samt Schiffsarzt „Pille“. Also gibt es spezielle Nahrung, aus der die Menschen ihre Nährstoffe, Vitamine, ausreichend Flüssigkeit und sonstige Nahrungsbestandteile herausziehen können. Die Astronautennahrung ist aber durch viele TV Berichte und teils medizinische Verwendung auf der Erde durchaus auch bei der Bevölkerung bekannt, die an sich nichts mit der Raumfahrt zu tun hat. In der Küche in einer Raumfähre würde kein Schnitzel in der Pfanne braten, würden die Kartoffeln vom Teller fallen – normales Kochen und Essen ist nicht möglich. Also gibt es ausgewählte Spezialprodukte, zum Teil in Tuben abgepackt, damit das Essen direkt aus der Verpackung in den Mund kommen kann, ohne ein Opfer der Schwerkraft zu werden. Auf Gebratenes, Suppen und viele Leckereien müssen die Astronauten während ihrer Missionen verzichten – für die meisten ein geringer Preis für die spannende und so wichtige Forschungsarbeit im Sinne der gesamten Menschheit. Der Forschung in der Luft- und Raumfahrttechnik kann es aber auch verdankt werden, dass es heute für so einfache Dinge, wie eine Pfanne, einen Topf oder einen Gasgrill, sehr hochentwickelte Materialien gibt, die optimal die Wärme leiten, nichts an- oder einbrennen lassen und folglich die Reinigung und die Benutzung insgesamt deutlich komfortabler machen.

Die Raumanzüge, die zum einen isolierend gegen die schneidende Kälte in so großer Entfernung zur Erde wirken, zum anderen aber auch die Versorgung mit Sauerstoff gewährleisten, sind eine absolut außergewöhnliche Kleidung, in der viel Arbeit steckt. Vergleichsweise gering ist da der Aufwand, den Flugbegleiter und Piloten in ihrer Arbeitskleidung betreiben müssen. Der Pilot mit seiner schmucken Uniform und auch die Stewardessen mit ihrer einheitlichen Kleidung achten lediglich auf hochwertige Stoffe, die nicht übermäßig knittern und in denen man nicht so sehr schwitzt. Auch gute Schuhe sind sehr wichtig, wenngleich diese auch niemals den Mond oder einen anderen Planeten, als die Erde betreten werden. Sie müssen dennoch den Fuß in einem anstrengenden Arbeitsleben, in dem man viel auf den Beinen ist, stabilisieren, ohne ihn einzuengen, wunde Stellen zu verursachen oder Fußschweiß zu einem Thema werden zu lassen. Gepflegte, praktische Kleidung ist die Ausrüstung von Piloten und Flugbegleitern.

Forscher, Astronauten und Flugpersonal: Ein völlig anderes Leben

Schon Stewardessen, unverzichtbar für die Passagiere an Bord eines Flugzeugs, haben ein sehr besonderes Leben: Sie sind nie länger an einem Ort, leben oft über Jahre nur in Hotels und können nicht immer eine ruhige, glückliche Beziehung führen. Sie jetten über den Erdball und sammeln Millionen von Flugmeilen – ohne Rast und Ruh. Eigene Immobilien besitzen sie, wenn sie einst nicht mehr arbeiten, vorher lohnt sich die Anschaffung nur in den seltensten Fällen. Da haben es die Forscher besser, die ihr Labor in der Nähe der Wohnung haben und die einen einigermaßen geregelten Arbeitsalltag haben. Für Piloten und Pilotinnen gilt nichts anderes: Sie müssen nach ihren Flügen zwar unter Umständen Ruhepausen einlegen, doch geht es dann auch sofort wieder weiter. Die Astronauten bereiten sich manchmal Jahre lang auf einen Weltraumflug vor – Berichte über technische Probleme, Verlegungen von Startterminen und andere Berichte aus dem Fernsehen lassen erahnen, mit welcher Genauigkeit und technischen Präzision ein solcher Ausflug ins All vorbereitet werden muss.

Aufkommen könnte hierbei auch der Gedanke an gefährliche Situationen: Der Absturz der Challenger im Jahr 2003 ist das beste Beispiel dafür, dass nicht immer alles glattläuft. Die ganze Welt hielt geschockt den Atem an, als die Astronauten vor laufenden Fernsehkameras abstürzten und ums Leben kamen. Schon beim normalen Flugpersonal stellt sich die Frage nach der persönlichen Sicherheit. Zwar haben zu Zeiten von Terrorismus, Absturzgefahren und daraus resultierender Gefahr für Leib und Leben alle Fluggesellschaften auch entsprechend spezielle Versicherungen: Diese decken aber nicht das eigene Leben ab – versorgen im Falle der Unfallopfer meist nur Verwandte und Hinterbliebene. Doch mit diesem Risiko leben sowohl die Angestellten der Fluggesellschaften, wie auch Astronauten.

Ergebnisse der Weltraumforschung zum Nutzen der Menschheit

Manche Gegner der Weltraumerforschung argumentieren mit den Milliarden, die für diese Forschungen, für Flüge ins All und Messungen sowie Untersuchungen ausgegeben werden. Doch kann jedes einzelne Ergebnis viel nach sich ziehen, weswegen trotz globaler Einheit in der Weltraumforschung das Thema Spionagetechnik doch immer noch von Bedeutung ist. Zwar fliegen russische, amerikanische und deutsche Astronauten in einer Raumfähre zusammen, betreibt aber jedes Land auch eigene Forschungen, besitzt eigene Satelliten und so fort. Viele erhaltene Daten unterliegen der höchsten Gemeinhaltungsstufe, es sei denn, daraus kann ein Nutzen für die allgemeine Situation gezogen werden.

Der Mensch läuft Gefahr, eben durch seinen hohen technischen Stand die Erde beziehungsweise die Natur zu zerstören. Der Klimawandel und weitere Zerstörungen der Natur durch die Technisierung, durch Atomstrom und anderes sind vielzitierte Themen von globaler Bedeutung und beschäftigen Privatleute, Forscher und Politiker. Forschungen in Bezug auf die Sonne und die Solartechnik sind nur ein winziges Kapitel in der ungeheuerlichen Bandbreite der Untersuchungen, die alle noch zu erledigen sind. Letztendlich können viele der Ergebnisse für die Menschen und das Leben auf der Erde sehr wichtig sein. Einerseits profitieren die Luftfahrt und die Raumfahrt auch von den technischen Entwicklungen, die nichts damit zu tun haben – man denke einmal an den Werkstoff Titan, der nicht nur für Raumfahrzeuge, sondern auch für Schmuck und medizinische Hilfsmittel verwendet werden kann. Den Profit, den die Menschheit aber in umgekehrter Weise aus den Forschungen im All und schon alleine aus der Möglichkeit erhält, sicher und schnell von A nach B fliegen zu können, ist im umgekehrten Vergleich immens höher.

Die wissenschaftlichen Boden-, Atmosphären- und anderweitigen Forschungen haben nicht unbedingt zum Ziel, einen echten Alien auf die Erde zu holen, auch wenn sich das viele Ufologen mehr als alles andere wünschen. Wahrscheinlich sind viele Ergebnisse immer noch nur ein Bruchteil dessen, was sich die Menschheit bei allem Fortschritt der heutigen Zeit vorstellen kann. Vielleicht wird außerirdisches Leben tatsächlich irgendwann ein Alltagsthema, doch bis dahin gibt es die Replikatoren aus der Enterprise wirklich statt einer normalen Küche, fahren die Menschen mit eigenen Space-Shuttles, anstelle der Autos der heutigen Zeit. Wohnungen auf anderen Planeten, neue Tierarten, fremde Lebewesen: Das ist im Moment noch die Thematik mehr oder minder gut gemachter Filme. In der Realität hält man sich die Möglichkeit offen, solche Dinge zu erforschen, konzentriert sich aber vornehmlich auf Entstehung der Planeten, deren Werdegang, die Entstehung des Universums und viele klimatische, geodätische und anderweitig für den Planeten Erde relevante, messbare Fakten.

Ein Thema, bei dem der gegenseitige Nutzen besonders deutlich wird, sind Computer: Was die Wissenschaftler an Daten bei Flügen im All, auf den Raumstationen und durch unbemannte Sonden auf fernen und bis heute unerreichbaren Planeten messen und sammeln, wird durch Computer und Messtechnik überhaupt erreichbar; natürlich ist aber auch die Auswertung und weitere Verarbeitung der Datenmassen eine Aufgabe für die Rechner der Moderne. Schon die Datenbanken in den unterschiedlichen Forschungszentren sind unvorstellbar groß und von extremer Wichtigkeit – ebenso aber der Internetzugriff auf diese Daten und Messergebnisse. Für einen Laien kaum vorstellbar, auf wissenschaftlicher und politischer Ebene aber global von unglaublicher Wichtigkeit werden so die Abläufe weit weg vom blauen Planeten erkundet, finden sich Erklärungen für bisher unerforschte Phänomene, können daraus weitere Forschungen resultieren.