31.08.2010

BIG BANG

Mit den größten Fernrohren erblickt man das Weltall bis zu 15 Mrd.  Lichtjahren Entfernung in jede Richtung und findet es erfüllt von
mehr als 100 Mrd. Sternensystemen. Man schätzt heute den Radius des Weltalls auf 18 Mrd. Lichtjahre.

Die Vorstellung von der unendlichen Ausdehnung des Weltalls ist durch die allgemeine Relativitätstheorie als falsch erkannt worden.
Nach Einstein  ist der Raum gekrümmt und die Raumkrümmung abhängig von der mittleren Dichte der im Raum enthaltenen
Materie. Das Weltall ist geschlossen und endlich, aber unbegrenzt. Wegen der Fluchtbewegung der Galaxien nimmt die Materie-
dichte (und damit die Raumkrümmung) ständig ab. Der Radius des Weltalls ist daher nicht konstant, sondern nimmt stetig zu, das
Weltall dehnt sich aus.

Je weiter die Objekte entfernt sind, die wir mit Teleskopen beobachten, desto tiefer blicken wir zurück in die Vergangenheit. Schon
das Licht der Magellanschen Wolken, unserer nächstgelegenen Galaxie, ist über 165 000 Jahre alt und also noch vor der letzten
Großen Eiszeit zu Lebzeiten der Neandertaler entstanden. Die fernsten bekannten Objekte, die Quasare, mit einer Entfernung von bis zu 15 Milliarden Lichtjahren, entsandten ihr Licht also zu einer Zeit, in der es unsere Sonne und die Erde noch gar nicht gab.

 

Die Urknalltheorie wird heute kaum noch von einem Astronomen bezweifelt. Der Priester und Astronom Georges Lemaitre kam 1927
auf die Idee. Er behauptete , daß bei einer radioaktiven Explosion eines Uratoms, in dem alle Masse und Energie enthalten war, ein
expandierendes Universum entstanden sei. Der Kernphysiker und Kosmologe Georg Gamow erarbeitete mit Ralph Alpher und
Hans Bethe das Modell eines heißen und dichten frühen Universums, und entwickelte so die Urknalltheorie. Seine großartige Vorher-
sage, daß das Universum heute bis auf wenige  Grad über Null abgekühlt sei, wurde durch die Entdeckung der kosmischen Hinter-
grundstrahlung 1965 bestätigt.

Nach heutigen Erkenntnissen entstand das Weltall aus reiner Energie und war unmittelbar nach dem Urknall kleiner als ein Atom-
kern. Die Unregelmäßigkeiten, die in der Verteilung der Energie entstanden, sind heute als Flecken in der kosmischen Hintergrund-
strahlung messbar. In der Phase der Inflation dehnte sich das Universum schlagartig innerhalb einer billionstel Sekunde auf astro-
nomische Größe aus, die Unregelmäßigkeiten wuchsen mit. Nach dieser Ausdehnung kondensierte ein Teil der Energie zu
Materie, und es entstanden Elementarteilchen und Atome. Wegen der Unregelmäßigkeiten wurde die Materie nicht gleichförmig ver-
teilt und es entstanden Gaswolken aus denen später Galaxien und Sterne wurden.

Das Universum expandiert seit 14 Milliarden Jahren und wird dies weiter, bis in alle Ewigkeit  tun. In 100 Billionen Jahren werden die
letzten Sterne verglühen und der Grossteil wird zu Weißen Zwergen mit sehr geringer Leuchtkraft werden. Nach 100 Quintillionen
Jahren lösen sich die Atomkerne auf, es kommt zum totalen Zerfall der Materie. Es wird dunkel im Kosmos, und allein die Schwarzen
Löcher existieren weiter. Schließlich, wenn die unvorstellbare Zeitspanne von 10100 Jahren vergangen ist, verdampfen auch die Schwarzen Löcher, das All versinkt in völliger Dunkelheit. Es existiert nichts mehr als der kalte und leere Raum, der sich immer noch
weiter ausdehnen wird. Die Möglichkeit das das Universum Tochteruniversen gebirt die sich dann abnabeln, kann nicht ausge-
schlossen werden.

 

quelle: http://www.lunataker.de/astronomie_weltall.html

Münster – Die Raumsonde Rosetta passiert am Samstagabend, 10. Juli, den Asteroiden "21 Lutetia". Forscher des Instituts für Planetologie (IfP) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) fiebern diesem Rendezvous bereits entgegen. "Von der Untersuchung des Asteroiden erhoffen wir uns neue Daten, die uns Rückschlüsse auf den Zustand unseres Planetensystems in der frühen Phase seiner Entwicklung ermöglichen", erklärt Dr. Gabriele Arnold vom IfP.

Die Wissenschaftlerin wird den Vorbeiflug am "European Space Operations Center" (ESOC) in Darmstadt live verfolgen. Sie ist an den Untersuchungen beteiligt und koordiniert die Arbeiten der deutschen wissenschaftlichen Gemeinde im Rahmen des Experiments VIRTIS ("Visible and Infrared Thermal Imaging Spectrometer") bei der Rosetta-Mission.

Mit der neuen Version des Worldwide Telescope hat Microsoft eine riesige Karte des Sternenhimmels vorgestellt, mit der Nutzer den Weltraum erkunden können. Neu ist eine hochauflösende 3D-Karte des Mars. Die Nasa bietet sogar geführte Touren über den Nachbarplaneten an.

Microsoft und die US-Weltraumbehörde Nasa machen den Mars dreidimensional: Mit der neuen Version des virtuellen Fernrohrs Worldwide Telescope (WWT) können Nutzer das Weltall und vor allem unseren Nachbarplaneten erkunden. Diese Version ist laut Microsoft "die bislang größte nahtlose 3D-Karte des nächtlichen Sternenhimmels".

Mars in 3D

10.06.2010

Erdatmosphäre

Die Erdatmosphäre , die Atmosphäre  der Erde, ist die gasförmige  Hülle oberhalb der Erdoberfläche. Sie stellt eine der Geosphären  dar und ihr Gasgemisch ist durch einen hohen Anteil an Stickstoff  und Sauerstoff und somit oxidierende Verhältnisse geprägt. Eine Darstellung der Konzentration der Atmosphärengase sowie deren Charakteristika bietet der Artikel Luft.

Die bodennahen Schichten bis in etwa 90 km Höhe haben eine recht gleichförmige Zusammensetzung, weshalb dieser Abschnitt auch als Homosphäre bezeichnet wird. Was wir als Luft bezeichnen, besteht im Wesentlichen aus 78,084 % Stickstoff, 20,946 % Sauerstoff, 0,934 % Argon und anderen Edelgasen. Der Kohlendioxid-Gehalt (CO2) beträgt nur 0,038 %, ist aber nach dem Wasserdampf  der wichtigste Verursacher des natürlichen Treibhauseffektes, ohne den es auf der Erde bedeutend kälter wäre.[1]  Im Jahr 2006 stieg er laut Weltorganisation für Meteorologie (WMO) von 379 auf 381 ppm (parts per million), die höchste Kohlendioxid-Konzentration, die je gemessen wurde.  Zudem befinden sich in der Atmosphäre zahlreiche andere Gase, die sog. Spurengase. Dazu gehören Methan, Ozon, Fluorchlorkohlenwasserstoffe, Schwefeldioxid und Stickstoffverbindungen. Hinzu kommen noch kleine, feste und flüssige Teilchen, die sog. Aerosole.

Die oberen Schichten bestehen aus sehr dünnem Gas, das nicht mehr in Molekülen, sondern in Atomen und Ionen vorliegt (daher der Name Ionosphäre). Dies liegt daran, dass die von der Sonne eingestrahlte hochenergetische Strahlung die Moleküle dissoziieren lässt, die so entstehenden Ionen aber erst nach längerer Zeit auf einen Partner treffen. Ferner kommt es auch zu einer Entmischung der Bestandteile nach ihrer unterschiedlichen molaren Masse, weshalb sich mit zunehmender Höhe leichtere Gase wie Wasserstoff konzentrieren. Diese sind unter Umständen auch in der Lage, in den Weltraum zu entweichen, was sich jedoch aufgrund der extrem dünnen Atmosphäre in diesen Höhen und den dadurch sehr geringen Masseverlusten mit dem Eintrag beispielsweise durch den Sonnenwind ausgleicht.

Für die Entstehung des Wetters ist neben der Energiezufuhr durch die Sonneneinstrahlung hauptsächlich der Gehalt an Wasserdampf verantwortlich. Dieser kommt in wechselnder Konzentration von 0 % Vol. bis etwa 4 % Vol. in der Luft vor.

Quelle:

http://de.wikipedia.org/wiki/Erdatmosph%C3%A4re

Kategorien