Wasserbetten auch für Astronauten

Astronauten sind während ihrer Weltraumflüge und Aufenthalte in den Raumstationen sehr schwierigen Bedingungen ausgesetzt, was das eigene Leben und Wirken betrifft. Zu Hause geht man auf der Toilette seinen natürlichen Bedürfnissen nach, duscht und rasiert sich bei normalem fließendem Wasser. Man isst, was auf dem Teller liegt, trinkt aus einem Glas oder einer Flasche und ebenso selbstverständlich legt sich jeder Mensch auf das Sofa, in die Wiese oder in das Bett, um sich zu erholen beziehungsweise um zu schlafen. In der Schwerelosigkeit ist das alles völlig anders. Man kann ja nicht einmal irgendwo sitzen, ohne angeschnallt zu sein, selbst wenn sich der Körper auf diese Aufgabe allein konzentrieren kann. Die Astronauten sitzen also stets angeschnallt an ihren Arbeitsplätzen, sofern sie nicht irgendwelche Reparaturarbeiten in ihrem Raumanzügen, zum Beispiel im Außenbereich der ISS, zu erledigen haben. Nun bleibt aber noch die Freizeit, in der gegessen und geschlafen werden muss. Immerhin braucht der menschliche Körper gerade bei einer solch außergewöhnlichen Belastung Energie, die er dann in Leistung umsetzen kann.

Energie bekommt der Körper aus der Nahrung und während des Schlafes. Das Essen ist recht spartanisch und muss in Form der Astronautennahrung, also aus Tuben, „genossen“ werden. Ob das nun schmeckt, was die Wissenschaftler an Nahrungsstoffen in ausgeklügelter Weise komprimiert in diese Tuben abpacken, ist irrelevant. Für frisches Obst und Gemüse fehlt bei den Weltraumflügen nun einmal der Platz – eine Speisekammer für diese Dinge ist nicht vorgesehen. Die zweite Komponente, die die Leistungsfähigkeit der Astronauten bestimmt, ist das Schlafen.

Problematik beim Schlafen im All

Würde ein Astronaut sich während des Schlafens nicht sichern, bekäme er durch die Schwerelosigkeit viele Probleme. Er würde, sobald er seinen Körper nach dem Einschlafen nicht mehr kontrollieren kann, der Gefahr ausgesetzt, sich zu verletzen. Sich am Bett zu fixieren, ist also, wie auf www.tasso.com zu sehen, unverzichtbar. Dabei sollte aber ein gewisser Schlafkomfort erreicht werden, damit die Astronauten auch wirklich ausgeschlafen und erholt an ihren Arbeitsplatz zurückkehren können. Beim Schlafen im All sollten sich die Muskeln entspannen können, müssen die Gelenke eine Erholungsphase erhalten, und darf vor allem die Wirbelsäule nicht durch die ungewohnte Situation in Mitleidenschaft gezogen werden. Viele Forschungen waren nötig, bis aus dem Schlafen, angeschnallt auf einem einfachen Bett, wirklich eine komfortable und für den Körper nicht gesundheitlich bedenkliche Situation geschaffen werden konnte.

Auch das Schlaf-Klima ist wichtig

Wie auch im heimischen Wasserbett kommt es auch beim Schlafen im All auf ein gesundes Schlafklima an. Schwitzen ist unangenehm, Frieren kann aber auch zu Erkältungen führen – und in den unendlichen Weiten des Weltalls ist es ja kaum möglich, schnell beim Hausarzt oder bei einer Apotheke vorbeizuschauen. Statt einer Bettdecke bekommt der Astronaut eine Art Schlafsack aus Materialien, die die Feuchtigkeit absorbieren, die Wärme des Körpers ideal ausloten und daher für gesundes Schlafen sorgen. Durch die moderne Art, den Körper zu fixieren, entsteht keine erzwungene Schlaf- und Körperhaltung: Sicher wird es einige Zeit dauern, bis das Zubettgehen reibungslos funktioniert, da sich ein Astronaut aus dem „freien Flug“ ins Bett bemühen muss. Doch nach einigen Übungen wird das auch reibungslos funktionieren. Es wird versucht, das Schlafen möglichst an die Gepflogenheiten der Erde, auf der die Schwerkraft vorhanden ist, anzupassen. Dies gelingt bis heute nicht völlig, wurde jedoch deutlich verbessert. Nur eines wird auf der Erde niemals so einfach sein, wie im All: Das Aufstehen, denn kaum löst man die Fixierung, macht der eigene Körper sich selbständig und verlässt das Bett von ganz alleine. ?

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