Zukunftsmusik: Statt Autos irgendwann Space-Shuttles?

Als Trekkies werden jene Menschen bezeichnet, die die absoluten Fans von den Serien und Kinofilmen über das fiktive Raumschiff Enterprise sind. Diese Trekkies malen sich die Zukunft in den herrlichsten Farben aus. Wer weiß, wie lange es noch dauern wird, bis die Menschheit all die bisher nur aus Science Fiction Filmen bekannten Technologien nutzen kann und auf dem Holo-Deck eines Raumschiffs durch ferne Galaxien kurven kann. Es ist die große Frage, ob es in vielleicht zweihundert oder dreihundert Jahren auch einen Schiffsarzt geben wird, der – ohne eine Nadel zu benutzen – völlig neue Medikamente verabreichen kann, ob ein Scottie das Beamen von einem Ort zum anderen regelt und so fort. Es kann durchaus sein, dass es bis dahin keine Autos mehr gibt, und die Menschen sich mit eigenen Space-Shuttles fortbewegen, wo das Beamen nicht möglich ist. Doch niemand wird das heute schon in Erfahrung bringen können – deshalb bleibt den Trekkies nur das Nachempfinden der Kommandozentrale der Enterprises aus den originalen Serien und der nächsten Generation und der Traum davon, vielleicht noch einen Bruchteil von diesen futuristischen Entwicklungen selbst zu erfahren. Immerhin ist die letzte Reise zum Mond, bei der die Astronauten diesen Erdtrabanten auch betreten durften, einige Jahre her – wie die Online Enzyklopädie auf http://de.wikipedia.org/wiki/Apollo_17 berichtet, nun schon fast vierzig Jahre mit der Apollo 17 Mission.

Das Lunar Roving Vehicle: Das erste Zukunftsauto

Schon im Jahr 1969 nahm der Gedanke, sich auch in den unendlichen Weiten fortbewegen zu können, Form an. Während der Apollo Missionen hatten die Astronauten ein Mondauto dabei, damit sie nicht zu Fuß unterwegs sein müssen. Sucht einmal nach Go-Karts, bekommt man in etwa ein Bild davon, wie diese Fahrzeuge aussahen. Sie mussten der Schwerelosigkeit trotzen, dem Astronauten eine Lenkmöglichkeit bieten und hatten allerlei andere Funktionen, die auf der Erde nicht nur überflüssige, sondern auch viel zu teure Extras in der Fahrzeugausstattung bedeuten. Der Name dieses Mondautos war Lunar Roving Vehicle, in Berichten dann oft nur als LRV abgekürzt. Der Motor dieses besonderen Autos war elektrisch betrieben. Alle drei Modelle entstanden in der Zusammenarbeit der Boeing Aerospace Corporation und General Motors. Besichtigt werden kann jedoch keiner dieser vierzigjährigen Oldtimer: Sie wurden auf dem Mond zurückgelassen und warten dort seither auf einen erneuten Besuch wissbegieriger Astronauten, die nicht zuletzt durch diese Fahrzeuge spektakuläre Filmaufnahmen, Fotos und Messergebnisse liefern können.

Was wird am Space-Shuttle anders sein?

Der Vergleich zwischen heutigen Fahrzeugen und den Space-Shuttles für jedermann in der Zukunft hinkt, auch wenn es durchaus zeitgenössische Fahrzeugtypen gibt, die einen recht „spacigen“ Eindruck machen. Es wird noch einige Jahrhunderte dauern, bis private Space-Shuttle Halter ihre ionenbetriebenen und mit Lichtgeschwindigkeit fliegenden Gebrauchtwagen kostenlos anbieten, in einem Netzwerk, das mit dem heutigen Internet wohl kaum noch vergleichbar sein wird. Dennoch sind ein paar Gedanken darüber, wie die Raumfähren vor der heimischen Garage aussehen könnten, bestimmt nicht verboten. Es gibt ja viele Impressionen aus der Science Fiction Welt. Das Auto der Zukunft braucht in jedem Fall einen anderen Antrieb, um die Distanzen von Lichtjahren bewältigen zu können. Dazu kommt die Abhängigkeit des Menschen von einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre, die es zu überwinden gilt. Auch die Temperaturbeständigkeit von Lacken, Außenverkleidungen und vielen anderen Problembereichen muss noch deutlich überarbeitet werden. Die heutigen Forschungsergebnisse aus der Luft- und Raumfahrttechnik sind aber ein erster Schritt in diese Richtung – nur eben auf Preisniveaus, die den Gedanken an eigene Space-Shuttles erst einmal in weite Ferne rücken lassen. Realisierbar sind einzelne Projekte zu unbemannten Flügen in die fernen und für Menschen unerreichbaren Welten oberhalb der Milchstraße, Arbeiten an Raumstationen und einiges mehr. Aber wer weiß, was alles passiert, ob Geld überhaupt noch eine Rolle spielt, wenn es soweit ist, dass ein Taxi zum Mond durchaus bestellt werden kann. Auch in den Enterprise Filmen hat man sich vom schnöden Mammon ja weitestgehend abgewandt und handelt mit anderen Werten. Wer kann schon erahnen, ob nicht schon vor Erreichen des nächsten Jahrtausends neben den drei LRV ein Drive-In Schild, ein Wellnessbereich, etliche Hotels und Parkplätze auf dem Mond zu finden sein werden?

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